1. Mannschaft erkämpft sich 2:1 Sieg gegen TuS Rahm! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Stefan Kraus   
Sonntag, 30. Oktober 2011 19:46
Über die Vorbereitung auf dieses wichtige Spiel war unter der Woche viel geschrieben worden und die Mannschaft schien die Woche genutzt und die Niederlage gegen Lütgendortmund gut verkraftet zu haben. Denn sie knüpfte in diesem Kellerduell zunächst wieder an die guten Leistungen der Spiele gegen Schwerin und Kirchhörde an. Doch auch die Unsicherheiten im Defensivverbund wurden mit in dieses Spiel transportiert. Nach einem wieder mal dummen Missverständnis in der Vorwärtsbewegung und der gewohnten „nimm du ihn ich hab ihn sicher" Mentalität zappelte der Ball abermals unnötig im eigenen Tor.

Doch es war schön zu sehen, dass dieses Tor in der Mannschaft eine „jetzt erst recht" Reaktion auslöste und der HSC das Spiel bis zur Pause völlig an sich riss, so dass die Gastgeber von einer Verlegenheit in die andere gerieten. Den völlig verdienten Ausgleich besorgte zunächst eine Standardsituation. Der gut aufgelegte Phillip Krause schlug einen Freistoß aus dem Halbfeld auf den langen Pfosten, und Rückkehrer Lars Ötting bugsierte das Leder mit einem schönen Kopfball gegen die Laufrichtung vorbei am Torwart ins gegnerische Tor. Die Führung war fast eine Kopie des ersten Tores, allerdings aus dem laufenden Spiel heraus.
Wieder eine schöne Halbfeldflanke von Phillip Krause, abermals steht Lars Ötting am langen Pfosten gold richtig und wuchtet das Leder im Stile eines „Uwe Seeler Gedächtnis-Kopfballs" in die Maschen.
Die zur Halbzeit völlig verdiente Führung für die spielbestimmende Mannschaft.

Und damit ist es (leider) auch genug der Lobhudelei. Denn was nach der Pause passierte ist eigentlich kaum nachzuvollziehen.
Der HSC stellte das Fußballspielen plötzlich gänzlich ein, überließ den Gastgebern das Mittelfeld fast kampflos und stand teilweise mit bis zu acht Leuten, viel zu tief, am eigenen Sechszehner. In der Phase nach der Halbzeit bis zur ca. 70 Minute muss sich der HSC bei den indisponierten Rahmern bedanken, dass man nicht plötzlich wieder auf die Verliererstraße geriet.
Erst als Rahm jegliche Zurückhaltung aufgab und mit aller Macht auf den Ausgleich drängte kam der HSC wieder zu einigen gefährlichen Kontern. Aber irgendwie schafft die Mannschaft es einfach nicht in diesen Situationen die richtigen Entscheidungen zu treffen und einen dieser Konter erfolgreich abzuschließen.

Letztendlich reichte es aber dank großem Einsatzwillens und einer gehörigen Portion Glück zum zweiten Saisonsieg, der alles in allem auf bessere Zeiten hoffen lässt und doch, aufgrund der zweiten Halbzeit, einen leicht bitteren Nachgeschmack hinterlässt.

Fazit: Der HSC schnuppert Morgenluft.

 
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