1. Mannschaft: Und täglich grüßt... - 2:1 Niederlage gegen Schüren! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Stefan Kraus   
Sonntag, 04. September 2011 20:31
Für das Spiel gegen Schüren versuchte das Trainergespann die gesamte Woche über richtig Feuer in der Mannschaft zu entfachen. Für das Wochenende sah es auch ganz gut aus, die Personalsituation war bis auf den verletzten Jörg Mrugalski so entspannt wie lange nicht mehr und die Mannschaft zog im Training voll mit. In der Startaufstellung gab es somit auch keine großen Überraschungen. Philipp Krause übernahm, vom eben erwähnten Jörg Mrugalski, die Position in der Abwehr und Tim Joswig bekam im linken Mittelfeld den Vorzug vor Christian Boullier. Lars Ötting wich für den Linksfuß auf die rechte Seite aus.

Von Beginn an sah es so aus, als ob die Mannschaft die Vorgaben der Trainer umzusetzen gedachte, eng am Mann, aggressiv in der Balleroberung und mit viel Schwung nach vorne überraschte der HSC den etwas ratlos wirkenden Gastgeber aus Schüren. Nach und nach erspielte sich der HSC ein Phasenweise deutliches Übergewicht, welches allerdings als zu oft am gegnerischen Strafraum endete. Schüren versuchte es derweil mit langen Bällen in die Spitze, die, so sie denn den eigenen Mitspieler fanden, durchaus für etwas Gefahr im Hörder Strafraum sorgten.

Wirklich gefährlich wurden beide Mannschaften, allen voran der HSC, aber zunächst nur durch Standardsituationen. Die scharf hereingebrachten Freistöße von Krause und Joswig verfehlten ihre Ziele aber denkbar knapp.

So dauerte es bis zur 43 Minute bis die Zuschauer wieder eine Chance aus dem Spiel heraus bestaunen durften. Der HSC kam endlich mal wieder über die Flügel, die Flanke von Lars Ötting ging zwar zunächst über die Köpfe der Spieler hinweg zur anderen Strafraumkante, doch dort wartete Marcel Grahl, der das Leder mit einem schönen Drehschuss an die Latte hämmerte.

Pause. Bis hierhin ein sehr ansehnliches Spiel, aber ohne den typischen Derbycharakter.


Wenn man dem HSC zur Pause etwas vorwerfen konnte, dann das die Mannschaft zu oft zu schnell mit hohen Bällen durch Mitte agierte, anstatt, wie ein zwei mal erfolgreich, versuchte über die schnellen Außen zum Erfolg zu kommen. Zudem muss man sich vorwerfen lassen, die eine oder andere Situation nicht konzentriert zu Ende gespielt und so gute Chancen liegen gelassen zu haben.

Wie dem auch sei, nach dem Wechsel die gleichen Spieler und das gleiche Bild auf dem Platz, Hörde drängte Richtung Schürener Tor. Doch es passte ins Bild, das eine Standardsituation die bis dahin verdiente Führung besorgte. Wieder ein schön geschlagener Freistoß  von Philipp Krause, Lars Ötting ging entschlossen zum Ball und wuchtete das Ding mit dem Kopf in die Maschen.
Wer jetzt darauf wartete, dass der HSC nachlegen würde, war wohl genauso überrascht wie die meisten der  gut 200 Zuschauer. Vielleicht lag es an den Umstellungen der Schürener  auf eine Dreierkatte in der Abwehr und die Etablierung eines weiteren Offensivspielers mit denen die Hörder Spieler nicht zurecht kamen, oder die  plötzliche, teils übertriebene Härte im Spiel. Auf jeden Fall nahm das Spiel fortan eine völlig andere Richtung.
Schüren drängte den Gegner in die eigene Hälfte, belagerte das Hörder Tor und erspielte sich Chancen im Minutentakt. Das Spiel hatte jetzt richtig Derbycharakter, die Zweikämpfe wurden hart geführt und der HSC haderte immer mehr mit sich selbst und dem Schiedsrichter.
Der Schürener Ausgleich war, wenn auch leicht Abseits verdächtig,  die logische Konsequenz. Das Spiel nahm danach weiter an Brisanz zu, zwei rote Karten für Schröter und Dogan wären zu diesem Zeitpunkt durchaus vertretbar gewesen. Gewisse Parallelen zum Spiel gegen Hillerheide waren auf Hörder Seite jetzt nicht mehr zu leugnen, es fehlte an Struktur  und Ruhe und das ein oder andere Quäntchen Abgeklärtheit. Daran änderten auch die beiden Wechsel, Belamkadem für Nennstiel und Kaufmann für Markov nichts mehr.  So war es für Schüren ein leichtes die Kontrolle über das Spiel zu behalten und in der 83. Minute den in der zweiten Halbzeit durchaus verdienten Siegtreffer zu erzielen.
Der HSC hatte dem nichts mehr entgegen zu setzen, zumal Lars Ötting kurze Zeit später noch mit Gelb-Rot den Platz verlassen musste.

Über 90 Minuten gesehen wäre ein Remis sicherlich das gerechtere Ergebnis gewesen, wer aber nach dem Führungstreffer das Fußballspielen einstellt und so unerklärlich stark abbaut, braucht sich über diese Niederlage nicht zu beschweren.
An dieser Stelle über den Unparteiischen zu Urteilen finde ich müßig. Viel unerklärlicher finde ich, wieso man für ein bekanntermaßen so brisantes Derby anstatt eines Dortmunder Gespanns einen jungen, kreisfremden Schiedsrichter ansetzt, der mit der Situation teilweise einfach nur überfordert sein kann.

Fazit: Heute eine Nummer zu hart.
 
Bitte registieren Sie sich oder melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben.

 

bautreff-voss2.png

kronen2.png

happe2.png

metzger2.png

devk3

wolfgang_klein2.png

kleinert